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Aufzeichnung des Webinars: Divestment – Fossile Infrastruktur stoppen?



Investitionen bestimmen ob wir uns zu einer Klimaneutralen Wirtschaft entwickeln – oder nicht. Aktuell wird deutlich, dass auf Finanzmärkten noch immer viel zu viel auf fossile Energien gesetzt wird. So wurde erst kürzlich bekannt, dass die britische Bank Standard Chartered über 10 Milliarden Dollar in neue Kohlekraftwerke investierte – und das nur von 2018 bis 2020! Dies ist die Spitze des Eisbergs und der jüngste von einer Reihe finanzieller Skandale. Die Praktiken der Banken zeigen, dass eine Finanzwende unabdingbar ist, um auf einen 1,5-Grad-Pfad zu kommen.

Hierfür arbeiten viele politische Akteur*innen aktuell auf unterschiedlichen Ebenen. So machen unabhängige Organisationen wie die Bürgerbewegung Finanzwende auf die klimaschädliche Banken aufmerksam, CRIC ist eine Investor*innengemeinschaft, die sich für Ethik und nachhaltige Kriterien bei Investments einsetzt und die Europäische Kommission entwirft aktuell eine Verordnung zu nachhaltigen Finanzdienstleistungen (‘Green Bonds’).

Für diese Gruppen stellt sich vor allem die Frage, wie sich der Finanzmärkte effektiv regulieren lassen, sodass wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz nicht mehr gegeneinander abgewogen werden. Was braucht es, damit Banken und Privatpersonen aus fossilen Finanzen aussteigen und wie schnell und rigoros muss dies passieren? Diese Fragen stellten wir uns im Webinar mit den Expert*innen Magdalena Senn (Bürgerbewegung Finanzwende) und Gesa Vögele (Corporate Responsibility Interface Center, CRIC e.V.). Moderiert haben Rasmus Andresen (MdEP) und Jakob Blasel (Kandidat zur Bundestagswahl).